Lokales Fernsehen auch über Satellit

Das Projekt

Es handelt sich um ein Förderprojekt der Medienanstalt Berlin und Brandenburg (mabb) zur Unterstützung der Verbreitung lokaler TV-Programme. Die lokalen TV-Programme aus Mecklenburg-Vorpommern werden vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Der Kanal war ursprünglich unter dem Namen BB-MV-Lokal-TV gestartet und ein gemeinsames Förderprojekt der mabb und der Medienanstalt Mecklenburg‐Vorpommern (MMV).

Der Satellitenkanal

mabb und Sender aus Mecklenburg-Vorpommern haben einen Satellitenkanal in SD‐Qualität auf ASTRA 19.2° Ost angemietet. Auf dem Kanal BB-MV-LokalTV können täglich 24 Stunden lang in 30-Minuten-Fenstern lokale Fernsehprogramme empfangen werden. Wann welcher Sender zu sehen ist, kann dem beigefügten Programmschema entnommen werden.

Um den Kanal zu empfangen, benötigen Sie einen DVB-S2 fähigen Receiver. BB-MV-LokalTV kann über einen vollständigen Sendersuchlauf oder eine „Manuelle Suche“ gefunden werden. Bitte suchen Sie dafür nach: DVB-S2 8-PSK; Horizontal; 22 MSym/s; FEC 2/3; Transponder 1.023 11.552 MHz (Astra 1L). Eine einheitliche Programmliste gibt es dabei nicht, daher kann der Kanal bei verschiedenen Geräten unterschiedliche Kanalnummern haben. Bei den meisten Satelliten‐Empfängern kann sich der Zuschauer die Kanäle alphabetisch listen lassen und findet BB‐Lokal‐TV dann unter „B“. Von dort kann er den Kanal seinen Favoriten hinzufügen oder ihn in der Senderliste an den gewünschten Platz verschieben.

Über den Red Button können Sie außerdem auch alle Brandenburger Programme jederzeit über das Lokal-TV-Portal abrufen. Dazu benötigen Sie einen HbbTV-fähigen Empfänger (SmartTV oder Receiver), der ans Internet angeschlossen ist.

Hintergrund des Projekts BB-MV-LokalTV

Lokales Fernsehen leistet einen wesentlichen Vielfaltsbeitrag im Bereich der lokalen Medien. Insbesondere im ländlichen Raum ist es für die Bürgerinnen und Bürger zu einer beinahe unverzichtbaren Informationsquelle geworden. Nicht zuletzt, weil die Zeitungen ihre Lokalredaktionen abbauen und immer weniger Leserinnen und Leser finden.

Lokales Fernsehen wurde klassischerweise in räumlich begrenzten Kabelnetzen verbreitet. Das führte zu zwei Einschränkungen, die mit dem Satellitenkanal nun überwunden sind.

  • Viele Menschen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konnten ihr lokales Programm nicht empfangen, weil sie ihr Fernsehprogramm via Satellit und nicht per Kabel empfangen. Außerhalb der Städte ist der Satellit nach wie vor der meistgenutzte TV-Empfangsweg.
  • Als privates Fernsehprogramm finanziert sich Lokal-TV über Werbung, die für regionale und lokale Unternehmen im Programm geschaltet wird. Der Werbemarkt ist damit sehr begrenzt. Daher ist es auch aus wirtschaftlichen Gründen für die Sender wichtig, möglichst alle Haushalte im Sendegebiet erreichen zu können. Der Gemeinschaftskanal BB-MV-LokalTV soll daher auch ein Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Lokalsender sein.
Roter Knopf
Viel Zustimmung für BB-MV-Lokal-TV auch aus der Politik – Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ist beim Start dabei. Gemeinsam mit den Direktoren der MMV und der mabb, Dr. Hans Hege (a.D.) und Dr. Uwe Hornauer (a.D.)

Über die mabb

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Sie ist eine unabhängige Einrichtung des öffentlichen Rechts und damit eine staatsferne Institution. Sie engagiert sich für die Sicherung der Vielfalt im privaten Rundfunk, fördert Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz und unterstützt Innovationen im Bereich der audiovisuellen Medien in der Region Berlin-Brandenburg.